"Underdog – Mobile Tierarztpraxis für Obdachlose
Sonntag, 02. August 2009, 18.15 - 19.10 Uhr .
Ein einmaliges Projekt für Tiere von ObdachlosenSeit Juli 2008 ist das „Underdog-Mobil“ unterwegs. Es ist eine mobile Tierarztpraxis für die Tiere von Obdachlosen und bisher einmalig in NRW. Finanziert wird dieses Projekt von Spenden des Düsseldorfer Vereins „fifty-fifty“ und von Zuschüssen des Landes NRW.
Das Team
Mit dabei ist die Sozialarbeiterin Ila G., ihre Assistentin Rita und drei ehrenamtliche Tierärzte. Tierärztin Katja B. hat öfters obdachlose Klienten mit ihren Tieren in ihrer Praxis, doch dort darf sie nach einer Verordnung der Tierärztekammer nicht kostenlos behandeln. Deshalb hat sie zusammen mit ihrem Kollegen Georg S. diese kostenlose Tierbehandlung für Obdachlose ins Leben gerufen – zunächst für zweieinhalb Jahre als ambulante Tiersprechstunde in einer sozialen Einrichtung. Jetzt fahren sie alle 14 Tage Plätze an, wo sich Obdachlose treffen, wie zum Beispiel in Düsseldorf-Holthausen.
Das „Underdog-Mobil“ im Einsatz

Das Underdog Mobil im Einsatz
An der Fußgängerzone in Holthausen warten schon etliche Vierbeiner mit ihren Haltern geduldig auf das „Underdog-Mobil“. Denn viele Menschen sind in Not und benötigen dringend die Hilfe der ehrenamtlichen Tierärzte. Im gut ausgestatteten Minibehandlungsraum des Underdog-Mobils untersucht Tierärztin Katja B. einen herzkranken Yorkshire. Die obdachlose Hundehalterin hat dem Kleinen regelmäßig die verordneten Herztabletten gegeben, und sein Zustand hat sich sichtlich verbessert. Die Hundehalterin ist dankbar über diese kostenlose Behandlung und will in vier Wochen zur nächsten Untersuchung wiederkommen.
Vor dem Mobil untersucht Kollege Georg S. einen Schäferhund. Der ist im guten Zustand. Er bekommt heute seine Impfungen und wird einmal gründlich untersucht. Halterin Manuela ist froh, dass es ihrem vierbeinigen Partner gut geht. Er ist ihr ein und alles. Sie hat sonst keine sozialen Kontakte mehr. Ihr Vierbeiner gibt ihr Schutz und Zuneigung.
So geht es den meisten Obdachlosen. Sozialarbeiterin Ila G. nutzt die Chance und lädt die Hundehalter gleich für die nächste Tiersprechstunde ein. Sie weiß, wie schwer es Obdachlosen fällt, Termine einzuhalten und behördliche Hilfe anzunehmen. Über die Tiersprechstunde kann sie die Menschen über den Hund ansprechen und Vertrauen aufbauen. Die Obdachlosen fühlen sich mit ihrem Wunsch, ein Tier halten zu wollen, ernst genommen. So hören sie bereitwillig zu, wenn Sozialarbeiterin Ila G. ihnen noch andere spezifische Hilfen anbietet, zum Beispiel Schulden- oder Drogenberatung. Ziel ist es, den Menschen dabei zu helfen, wieder in eine Wohnung und in ein geregelten Leben zu kommen."
Zo te lezen snijdt het mes aan 2 kanten(voor een deel van de clienten althans) en wordt er ook sociale hulpverlening toegepast.Waar een huisdier al niet goed voor is!
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